Schwangerschaft bedeutet auf vielen Ebenen eine große Veränderung. Die sichtbarste Veränderung ist die unseres Körpers. Spürbar sind aber auch die emotionale und energetische Veränderung, welche die Schwangerschaft mit sich bringt. Wie stark diese Veränderungen ausgeprägt sind, ist ganz individuell.
Wenn wir schauen was der Ayurveda zum Thema Schwangerschaft sagt, dann finden wir überall die starke Verbindung zu dem Dosha Vata. Warum ist das so? Der Ayurveda sieht die Schwangerschaft als spirituelle Transformation. Diese führt zu einer Erhöhung des Vata-Doshas, welches für Bewegung, Veränderung/Entwicklung und Sensibilität steht. Deshalb ist es wichtig, in der Schwangerschaft auf das eigene Nervensystem zu achten. Erdung, Ruhe, Struktur und warme, nährende Nahrung sind essenziell in dieser kostbaren Zeit.
Warum Vata in der Schwangerschaft natürlicherweise steigt
Vata ist die Energie, die das Wachstum, Bewegung und die Entwicklung erst möglich macht. Das sind Prozesse, die vor allem in der Schwangerschaft sehr aktiv sind. Vata unterstützt den Fötus dabei zu wachsen. Durch die Entstehung von neuem Leben verändert sich der Körper und in unserem emotionalen System bewegt sich so einiges,
Für ein besseres Verständnis dafür, warum Vata in dieser Zeit stärker präsent ist, nenne ich dir hier ein paar Beispiele:
- Das Kind im Fokus: Ganz viel deiner Energie richtet sich nun stark auf die Entwicklung von deinem Baby. Das führt zu einem Anstieg von Vata.
- Erhöhter Energiebedarf & Veränderungen: Dein Körper durchläuft nun große Veränderungen - physisch als auch hormonell. Diese Umstellungen begünstigen Vata (das Element von Luft und Raum).
- Geburtsvorbereitung: Im letzten Stadium der Schwangerschaft steigt das Vata-Dosha nochmal so richtig an. Das ist eine natürliche Vorbereitung auf die Wehen und die Geburt.
- Wachstum: Das rasche Wachstum des Babys führt zu einem erhöhtem Druck und einer Vata-Erhöhung im Beckenbereich.
Typische Zeichen für erhöhtes Vata in der Schwangerschaft
Ein erhöhtes und überaktives Vata kann sich auf die unterschiedlichste Art und Weise zeigen. Hier nenne ich dir mögliche Symptome, wenn dein Vata aus dem Gleichgewicht kommt:
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Schlafprobleme
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innere Unruhe
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Gedankenkreisen
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Nervosität
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Verdauungssensibilität
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Unsicherheit
Also keine Panik, wenn sich ein oder mehrere Symptome bemerkbar machen. Das bedeutet nicht, dass etwas „falsch“ läuft – sondern dass dein Körper gerade viel verarbeitet. Hier heisst es einfach zuhören und sich Ruhe und Erdung schenken.
Was hilft, Vata in der Schwangerschaft zu beruhigen
Stabilität und Erdung sind die Meister, wenn es darum geht, Vata zu beruhigen. Eigentlich ganz logisch. Vata besteht aus den Elementen Luft und Raum - davon ist bei einem erhöhtem Vata zu viel vorhanden. Das heisst, wir benötigen etwas gegenteiliges, um es zu mindern. Dabei helfen uns kleine, regelmäßige Rituale um das Nervensystem zu beruhigen und wieder mehr Ruhe zu spüren.
Beispiele, um dein Vata zu beruhigen:
- warme, regelmäßige Mahlzeiten mit erdenden Nahrungsmitteln (z.B. Süßkartoffeln, Karotten, Zucchini,....)
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regelmäßiger Tagesrhythmus
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sanfte und erdende Bewegung
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genügend Ruhe
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bewusste Atemmomente - vor allem lange Atemzüge
Yoga als Unterstützung bei erhöhtem Vata
Als Yogalehrerin nütze ich natürlich Yoga, um ein erhöhtes Vata-Dosha (Luft & Äther) auszugleichen. Yoga fördert Erdung, Stabilität, Wärme und Ruhe. Aber auch ein Spaziergang in der Natur wirkt wunder. Vor allem Barfuß :-)
Yoga-Stile & Praxis-Fokus, um Vata zu reduzieren:
- Sanftes Yoga (Hatha & Yin): beruhigen das Nervensystem und erden den Geist
- Fokus: Asanas länger Halten, um Wärme und Stabilität zu fördern
- Atmung: Langsame & tiefe Atmung; Ausatmung länger als die Einatmung
- Qualität: eine ruhige und beständig Praxis, um der Vata-typischen Hektik entgegenzuwirken
Asanas, um Vata zu reduzieren:
Vata hat seinen im unteren Rücken, Becken und in den Hüften. Die Asanas sollten diesen Bereich deshalb öffnen und gleichzeitig stabilisieren stabilisieren. Ebenfalls wollen wir mehr Erdung, weshalb der Fokus immer auf der Verbindung zwischen Körper und Matte sein soll.
- Erdende Haltungen: Kindhaltung, Berghaltung, einbeinige Asanas
- Vorbeugen: Vorwärtsbeuge im Sitzen oder Stehen, Kopf-Knie-Pose
- Drehungen: Sanfte Drehungen im Liegen oder Sitzen. Diese lösen Anspannung im Rücken. Achtung: in der Schwangerschaft immer zur "offenen" Seite drehen, damit der Bauch gut Platz hat
- Hüftöffner: Schmetterling
- Rückenstärkung: Katze-Kuh-Bewegung
Atemübungen & Meditationen, um Vata zu reduzieren:
- Nadi Shodhana (Wechselatmung): Wichtig: kein Atem-Anhalten während der Praxis in der Schwangerschaft, sondern nach der Einatmung direkt wieder ausatmen
- Ujjayi-Atmung
- Meditation: Regelmäßige, kurze Meditationen
Vermeide schnelle Flows und suche dir einen warmen Raum für deine Yogapraxis aus. Gerade in der Schwangerschaft geht es weniger um Aktivität und mehr um Verbindung. Das soll heissen - Beständigkeit ist wichtiger als die Intensität der Praxis.
Häufige Fragen zu Vata in der Schwangerschaft
Was bedeutet vata im ayurveda?
Vata ist eines der drei Doshas im Ayurveda und steht für Bewegung, Veränderung und das Nervensystem.
Warum steigt vata in der schwangerschaft?
Weil Schwangerschaft eine Zeit großer Veränderung ist – körperlich und emotional.
Welche symptome zeigt ein erhöhtes vata in der schwangerschaft?
Typisch sind innere Unruhe, Gedankenkreisen, Schlafprobleme oder erhöhte Sensibilität.
Wie kann ich vata in der schwangerschaft beruhigen?
Regelmäßige Routinen, warme Mahlzeiten, ausreichend Ruhe und sanfte Bewegung können helfen, das Nervensystem zu stabilisieren.

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